Waikiki

Wai: Wasser – Waikiki: Spritzendes Wasser

Heute haben wir Oahu verlassen. Supertolles Frühstück bei fisseligem Sonnenschein (momentan das vorherrschende Wetter, abwechselnd mit sonnigem Fissel), Spaziergang am Waikiki-Strand und in der „Punchbowl“, dem größten Soldatenfriedhof der Inseln (auf Hawaii nimmt man dafür einen Krater, was sonst). Danach zum Flughafen, Auto abgeben, Interinselabfertigung suchen und so fort. Trotz langer Wege und lang aussehender Schlangen läuft’s schnell, wir haben mal wieder nur mit freundlichen Menschen zu tun und dann noch reichlich Zeit vorm Abflug.

Auf Maui wird’s sofort beschaulicher; Waikiki ist halt Großstadt und laut und vergleichsweise wuselig. Das Auto wird wieder upgegraded, wir fahren in unsere Wohnung. Hier dann so: aaawwww. Mit <3 ! Schön hawaiianisch, gut in Schuss und ausgestattet. Hier werden wir es 10 Tage gut haben. Was soll ich sagen? Die Wahl, welches Bad ich nehme, habe ich anhand der blühenden Orchidee entschieden <3

(In Waikiki hatten wir eine Wohnung, die das Nötigste hatte. Aber wirklich nicht mehr.)

Bisschen eingekauft (ja, dafür muss hier das Auto her, es gibt nicht an jeder Ecke einen Supermarkt), Essen, gut so für heute.

Mehr angekommen. Waikiki macht Spaß, ist für mich aber nicht so hawaiianisch, wie ich es anderswo kenne.

Koko

Blut

Es ist frisch auf Oahu – bedeckt und nur so 22 Grad. Wir schlafen wiederholt etwas komisch, sind früh wach und spazieren am magisch leeren Waikiki-Strand Richtung des Diners, das wir uns fürs Frühstück ausgesucht haben.

Unterwegs in einiger Entfernung Blaulicht und Trubel. Beim Näherkommen stellen wir fest: Dreharbeiten für Hawaii Five-O 😀 😀 Wir spähen natürlich und sehen Danny und Lou.

Das Frühstück schmeckt in einem seeeehr klassisch amerikanischen Diner – nice!

Dann wandern wir auf den Koko Head. Fuck, meine Kondition ist sowas von im A****. Der Trail geht eine nicht wirklich lange Strecke wirklich steil hoch, über Stufen auf ehemaligen Bahnschienen. Weniger wandern als Workout, ehrlich gesagt. Ich merke, dass ich im Winter nicht viel, direkt vor dem Urlaub wegen der Erkältung gar nix gemacht habe und bisher nicht gut schlafe. Muss ich ändern.

Die Aussicht oben ist sensationell, wenn auch getrübt durch einsetzenden Fissel (zu wenig, um es Regen zu nennen, aber genug, um Auge und Kamera im Weg zu sein).

Weil die Strecke an sich für Wanderfreunde eher bescheiden kurz war, wir aber keine Lust mehr auf viele Höhenmeter hatten, nehmen wir danach den Diamond Head. Passt zu unserer Verfassung und bietet tolle Sichten auf Waikiki und Honolulu.

Erfolgreich schicke und alltagstaugliche (!) Hawaiihemden shoppent beenden wir den Tag – toller Tip vom Lonely Planet abseits normaler Touristen-Läden.

War schön. An meiner Kondition werde ich arbeiten. 😛

Hanauma

Hana: Bucht – Uma: Kurve

Schnorcheln hatten wir vor fünf Jahren zum ersten Mal probiert, für spannend – für mich gleichermaßen herausfordernd – und für wiederholenswürdig befunden. Ich hatte mich mit einer Vollgesichts-Schnorchelmaske ausgestattet in der Hoffnung, damit besser klarzukommen. Heute dann: schnorcheln in der unglaublich schönen Hanauma Bay.

Meine Raumangst musste ich wieder überwinden und mich mehr als andere konzentrieren, aber dank der Maske ging es besser. War zweimal im Wasser, hab gut durchgehalten dabei und viel Fischies und Korallen gesehen. Bin ein bisschen stolz <3

Die Bucht haben wir auch am Strand liegend und mit tobenden Mungos und streichelbaren Kätzchen genossen – ein wirklich schönes und besonderes Fleckchen Erde.

Für den angedachten Spaziergang war es danach zu spät, aber ein Abstecher bot sich an, zu „Robins Nest“. Wir sind ringsrum gelaufen, es steht schon lange leer, wie es aussieht, aber man kann ein paar Details wiedererkennen, und die Lage am Gezeitenpool ist… wow!

Insgesamt: schön hier, aber ich komme nicht so schnell an wie letztes Mal. Mal schauen.

Makai

Richtung Meer

Heute hab ich zwischendurch völlig vergessen, dass wir auf Hawaii sind. Wir waren im Shangri La, dem hawaiianischen Zentrum für islamische Kunst. Die verstorbene Besitzerin und Bauherrin hatte Kohle ohne Ende, sich in den 30ern ins Taj Mahal und Oahu verliebt und dann beides auf ihrem neu gebauten Anwesen vereint, mit Aussicht auf den Diamond Head und türkisen Ozean. Sen – sa – tio – nell. Ein bisschen wie eine kleine Alhambra in den Tropen <3

Das Frühstück davor war ulkig, mexikanisches mit Ei, aber in der Nähe vom Museum war nicht viel findbar, daher zu Taco Bell.

Nach der Kultur dann Kontrastprogramm: Bummeln im Ala Moana Shopping Center, dem größten Freiluft-Einkaufszentrum der Welt. Spannendes Futter probiert: koreanisch und hawaiianisch. Koreanisch war lecker. Vom hawaiianischen Poi hatte ich im Michener oft gelesen und war neugierig – lecker geht aber anders. Das Kalua-Schwein war gut, aber spätestens in Kombination mit Haupia (Kokospudding) und einer Macadamia-gekrönten Zimtrolle war das etwas viel unterschiedliches Zeug in kurzer Zeit.

Abends die Hula-Show am Waikiki-Strang gesehen, die hat mich wieder nach Hawaii geholt

Painaʻapala

Ananas

Die Nacht war kurz mit 4-5 Stunden, aber dafür sind wir in normaler Zeit, jetzt. Die Stadt ist wach gegen halb 7, und bei der Art der Fenster (Scheiben in Lamellen, die nicht völlig schließen können) klingt es im 4ten Stock fast so, als stünde unser Bett neben einer Baustelle 😀 Macht nix.

Wir haben den Tag entspannt in Waikiki verbummelt; die Idee, mehr Zeit zu haben, geht wunderbar auf. Wir haben zunehmende Sonne nach bedecktem Morgen gespürt, Ananas frisch, getrocknet und als Softeis genossen (angemessene Dosis für einen Tag), die von einer Kollegin empfohlene apple banana als sensationelle Sorte kennengelernt (ich werde mehr Bananen auf den Inseln essen!), Strand spaziert, Läden gebummelt (*schöne* und bezahlbare Hawaiihemden finden ist eine echte Aufgabe). Wenn uns zwischendurch eine Promoterin anquatscht und Pröbchen in die Hand drückt mit „you look like an organic couple“ wundert uns das, aber klingt wie ein Kompliment. Glaube ich.

Sympathisches Motto: „Live is better in flip flops“. Wir haben nach toller Beratung neue von unserer Lieblingsmarke erworben und machen damit unser künftiges Leben besser 😉 Ich liebe es, bei Profis zu kaufen.

Waikiki hat sich in den letzten 5 Jahren etwas verändert, großteils zum Vorteil, tatsächlich. Obwohl in Summe durchaus touristisch, macht Bummeln hier Spaß; es ist reichlich ‚altes Waikiki‘ da.

Angesichts der sympathischen Begegnungen kommt uns ein Typ vom Vortag – Mitflieger ab SFO – in dem Sinn. Der trug allen Ernstes ein Cap mit der Aufschrift „We don’t call 911“, und um keine Zweifel aufkommen zu lassen, war auch eine Handfeuerwaffe abgebildet. Wirklich, wirklich gruselig. „Christians are not perfect, but they are forgiven“ prangte auf seiner Weste – mehr konnte ich nicht gefahrlos lesen. Das war kein Hawaiianer, definitiv. Die leben Aloha, auch die zugezogenen, und ich glaube, das macht auch einen Teil des Charmes der Inseln für mich aus. Aloha ist ein Lebensgefühl, eine Grundeinstellung, die die Welt für alle ein bisschen besser macht. <3

Aloha

Liebe, Zuneigung, Willkommen, Hallo

Die Anreise ist mistig lang, daran ändert sich nichts. Das Übel hat man bei jeder weiteren Reise. Klappte soweit alles, aber der Mietwagen dauerte, weil die „heute so langsam zurück kommen“. Dafür fahren wir die nächsten Tage ein großes Gefährt von Jeep – mit Cabrio-Option 😉

Den Weg ins AirBnB nach Waikiki und ins Parkhaus Dank guter Beschreibung direkt gefunden, kurzen Spaziergang und jetzt reichlich ko ins Bett. Von Tür zu Tür 26 Stunden unterwegs sein reicht und macht platt.

T-1

Morgen geht’s in den Flieger, am Flughafen sind wir schon. Ja, wird ein langer Flug, aber wir sind ziemlich unaufgeregt. So ganz real ist es nicht, morgen Nacht (Ortszeit) auf der anderen Seite der Welt im tropischen Frühling zu sein.

Und: Ich bin ähnlich skeptisch wie vor 5 Jahren, ob die Inseln mich wieder so verzaubern, aber gleichzeitig rechne ich irgendwie damit, weil es letztes Mal so war. 😉

In den Sinn kommt mir regelmäßig einer der tollsten Anblicke, der erste Landeanflug auf Oahu. Die Städte und Ortschaften waren warmgolden leuchtende Diamanten auf dem schwarzen Samt des Meeres.