Karibiksegeln: Der Plan

Was haben wir vor,
wie kamen wir darauf und
was erwarten wir?

Unsere erste „Versuchskreuzfahrt“ war vor 8 Jahren auf klassisch großem Schiff (MSC Orchestra mit 2.550 Betten) in den Emiraten und dem Oman. Ein geschätzter Kollege hat fast gleichzeitig mit Mein Schiff eine ähnliche Tour gemacht. Im Gespräch, was wir mochten (wenig) und was nicht (ziemlich viel), hat mich Manfred zum ersten Mal auf Starclipper aufmerksam gemacht und ich war angefixt.

Vor drei Jahren gab es von der ARD eine zehnteilige Doku über die Star Clippers-Schiffe, „Sehnsucht Segeln“ (aktuell leider nicht in der Mediathek verfügbar). Ich war noch mal mehr hin und weg und die Schiffe rutschten auf unserer Reiseliste immer weiter nach oben.

Star Clippers haben drei Großsegler, zwei 4- und einen 5-Master, und diese Schiffe sind einfach wunderschön. Mit der geringeren Größe hat so ein Schiff maximal 170 bzw. 227 Passagiere und fährt nach ganz anderem Konzept als die typischen Kreuzfahrtschiffe, kann zum Beispiel auch kleinere Häfen oder Buchten ansteuern, macht alles individueller, kleiner und als Segelschiff auch umweltverträglicher.

Es sind Schönwetterschiffe, im Sommer befahren sie das Mittelmeer, im Winter die Karibik und Mittelamerika. Eine Besonderheit hatte ich mir aus der Doku gemerkt, dass sich zwei Schiffe in der Karibik treffen und zusammen weitersegeln. Für mich als Fotografin das I-Tüpfelchen: ein Schiff unter vollen Segeln auch aus der Entfernung und nicht nur „von drauf“ sehen können, das wollte ich unbedingt. Dieses „Rendevouz auf See“ gibt es regelmäßig auf der Leeward und der Windward Tour. Über die Erreichbarkeit der Abfahrtshäfen (Sint Maarten mit Direktflug ab Amsterdam, Barbados nur indirekt über Paris oder London) hat sich schnell die Leeward-Tour auf der Star Flyer herauskristallisiert, und weil der Flug schon eine Strecke ist, haben wir insgesamt zwei Wochen geplant, von denen wir eine auf dem Schiff und je eine halbe vorher und nachher auf Sint Maarten verbringen.

Sind Maarten ist eine kleine Insel, beinhaltet die einzige gemeinsame Landesgrenze von Frankreich und den Niederlanden, hat den vielleicht berühmtesten Landeanflug der Karibik und klingt insgesamt nach einem spannenden, kulturellen Mischmasch, der Ankommen, Eintauchen und Entspannen leicht machen dürfte.

Eigentlich wollten wir nach Hawaii diesen Winter. Dass das nicht klappt, ist schade, aber die Karibik mit Segelschiff ist mehr als toller Ersatz, zumal: alles neu für uns! Richtig, richtig spannend!

Vor*gähn*freude

Es dauert nicht mehr lange. Nur noch packen, schlafen, einmal arbeiten, zum Flughafen fahren und auf dem Weg das Kätzchen ins Ferienlager bringen, Auto parken, nochmal schlafen und am nächsten Morgen nacheinander in Terminal, Lounge und Flieger. Bei 9h Flug und 5h Zeitverschiebung kommen wir schon am Nachmittag an.

Ich habe aufs Packen und die notwendigen Fleiß-To-Dos nicht viel Lust. Der extrem dunkle Januar steckt mir in den Knochen, zumal ich – weil aufgebraucht – seit wenigen Wochen kein Vitamin D genommen habe. Dachte, bis zum Urlaub geht das – falsch gedacht. So müde und drömmelig war ich lange nicht.

Aber ab Dienstag gibt es ganz viel Licht! Meine Trägheit müsste sich dann eigentlich ganz von alleine erledigen – auch wenn ich mir das jetzt noch nicht vorstellen kann. Ich erwarte, erstaunt zu sein, wie munter ich auf einmal wieder bin 🙂
Und spätestens am Samstag kommt dann das Schiffs-Adrenalin dazu <3