Makani

Wind

Große Pläne für heute: schnorcheln in Molokini, einem halb versunkenen Vulkankrater zwischen Maui und Kahoolawe. Ein ganz, ganz besonderes Fleckchen Erde – bzw Wasser. Schnorcheln ohne Ufer in der Nähe ist für mich eine neue Stufe, aber ich war gewillt und Mutes, es zu versuchen, meiner Raumangst zum Trotz.

Schon bei der Ankunft am Hafen/Öffnen der Autotüren die Erkenntnis: verdammt windig heute. Die Windräder auf dem Kamm gen Lahaina standen nicht aus Windmangel, sondern weil zu viel davon da war. Trotzdem ging’s an Bord, einen gut gefüllten Katamaran, und los. Nach kurzem die nicht sehr überraschende Ansage, die See sei momentan zu rau bei Molokini. Nach einem Schlenker die Entscheidung, einmal um den Krater drum herum zu fahren (nein, bei diesen Wellen möchten wir nicht schnorcheln, das sehen wir genauso!) und um zu planen. Gen ‚Turtle Town‘, einer Ecke bei Maluaka Beach.

Das Wasser war dort deutlich ruhiger, aber nach den Wellen vorher war ich bzgl. Schnorcheln wenig entspannt. Als die größte Horde vom Boot war, hab ich’s trotzdem gewagt. Juhu! Hat geklappt. Eine ziemlich weite Strecke, weg vom Katamaran, lange Zeit alles prima. Hab dort die bisher schönsten Korallen gesehen, unbeschädigt und vielfältig, Fische auch reichlich, und seeeehr tiefer Blick in dem klaren Wasser. Leider keine Schildkröte.

In meine Vollgesichtsmaske ist mit der Zeit etwas Wasser gekommen (saß sie nicht perfekt? Eigentlich hatte ich darauf geachtet. Egal), mit einer gewissen Menge kam der Punkt: es reicht, zurück an Bord. Maske ab; mit Wasser, wo ich atmen will, fühlt sich das nicht gut an sonst.

Auf dem Weg zurück schwimmen wir dann genau auf eine Schildie zu, die Guido schon beim Abheben vom Meeresgrund sieht. An der Wasseroberfläche sehe ich sie in einem Meter Entfernung und fürchte fast eine Karambolage, aber: juhu! Honu im Wasser erlebt! <3

Ein zweiter Schnorchelstop folgt; wir bleiben an Bord, der erste war mir Konfrontationstherapie und Adrenalin genug.

Der Rückweg geht dann gegen die Wellen. Wir sitzen vorn und werden regelmäßig nass, salzig und durchgepustet, aber es macht Spaß. Ein paar Grad mehr oder Sonne hätte ich genommen.

Müssen wir wohl wiederkommen, um Molokini zu erschnorcheln. Gibt dööferes auf dieser Welt. 😉

Aber irgendwie kriegen wir den Eindruck, dass wir mit Bootsfahrten auf Hawaii kein Glück haben: vor 5 Jahren wurde eine Fahrt auf Big Island abgesagt und auf Kauai gab’s, wie heute, Ersatzprogramm. Hm.

Nach ausführlicher Dusche, Entsalzen und Aufwärmen sind wir für einen sehr netten Nachmittag nach Lahaina gefahren – da kann man öfter hin, wie gesagt. Mit Leuten geschwatzt, nette Dinge gebummelt und -shoppt, gut gegessen. Im Cool Cat Cafe gab’s für meinen Mann tatsächlich den besten Hamburger der Welt ‚ever, ever, ever‘ – und das zum zweiten Mal.

Früh ins Bett. Draussen spielen macht müde, und von gestern kommt kräftiger Muskelkater durch 😉

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