Regen
Der Fissel von gestern wurde zu Regen. Ich mochte das gleichmäßige Tropfen auf den Blättern. Gegen Morgen wurde es weniger, das Rollen des Pazifik kam wieder durch, ein paar Vögel haben sich bemerkbar gemacht, und dann kam der Regen zurück. Solche Wassermassen hatten wir hier noch nie, mal einen kräftigen, kurzen Guss, gefolgt von Sonne, oder minitropfenden Fissel, der nicht wirklich als Regen zählt. Seit gestern 40-45l in unserer Gegend, das bis zu 4-fache an der North Shore. Die Sturzflutwarnung wundert dabei nicht. Wow.
Wenn man eines über Wettervorhersagen für die Inseln sagen kann, dann, dass wir bisher keine gefunden haben, die überzeugt. Das Wetter war immer etwas anders, meist besser, manchmal nicht. Allein die Vielfalt mit den verschiedenen Klimazonen auf kleinem Raum macht das echt schwer, zugegeben. Aber: 11 Stunden Sonne werden das heute nicht mehr werden 😉 (wetter.coms Behauptung).
Wir starten den Tag daher sehr damelig und überlegen uns ein regentaugliches Programm.
Die Manulele Destillerie ist nicht weit. Schöne Idee (die wollten Energie aus nachwachsendem Rohstoff – Zuckerrohr – herstellen und stellten fest: ‚zu lecker zum Verbrennen‘, seitdem machen sie Rum 😀 ), im Detail verbesserungsfähig und übenswürdig (die sind mit ihrem Ko’hana (Arbeit am Zuckerrohr) Rum seit 1 1/2 Jahren am Markt – da kann noch nichts wirklich Gutes draus werden).
Danach ausgiebiges Bummeln in Waikele – irgendwie müssen wir ja auf unsere Bewegung kommen. Wir sind wieder erfolgreich und finden Dinge. Und: es klart auf und trocknet, juhu!
Zum Abendessen gibt’s die aufgewärmten, thailändischen Reste von gestern am Grillplatz am Strand, mit Blick auf ein entferntes Honolulu und Kennenlernen unserer Nachbarn aus Amerikanisch Samoa.


