Tolle Touren heute. Zuerst mit Alexis direkt in die Umgebung, mit einer wirklich netten, europäisch gemischten Gruppe (zwei Dänen, zwei Holländer, vier Briten zu und wir), in der gescherzt und politisiert wurde („wollt ihr uns (=UK) dabei haben?“). Alexis gehört zu denen, denen man Paderborn mit dem Aufstieg des SCP erklären kann – auch hier zwischen Tabakfeldern in Westkuba ;). Viel gehört zu Vegetation, Tabakanbau und Zigarrenproduktion, Hoffnungen und Problemen, Zigarre gepafft (auch ich, first time ever! Den Geschmack auf der Zunge mag ich nicht, den Duft schon) und mehrere gekauft (beim Erzeuger), Pina Colada getrunken. Toll.
Die Briten könnten wir in Trinidad wiedertreffen – das wäre sehr cool. Diese junggebliebenen Rentner machen viel Spaß, Carol mit rosafarbener Mütze mit Flamingoanstecker und spitzen Bemerkungen über ihren Premierminister. Love her.
Später dann wollten wir – in dem Fall: ich – eine schöne Aussicht auf das Tal von Vinales, da wir morgens nur durch gelaufen waren. Es gab vier Tips von unserem Osmany, und der erste war – zumindest für wanderfreudige Deutsche wie uns – in Fußwegreichweite. Also los. Mit allen Pinas und Bieren sollten wir nicht mehr fahren. 🙂 Hin durch Felder (Tabak, Mais, allerhand kartoffelige Wurzelgemüse), dort traumhafte Aussicht auf das Tal mit Kaffee, Saft und Bier und zurück durch einen Fichtenwald. Netter Marsch. Kurz vor der Rückkehr nach Vinales haben wir Kinder getroffen, bei denen einige unsere Mitbringselgeschenke gut aufgehoben waren. Zuhause in der Casa entspannen unsere Füße vor dem Abendessen, mit Cuba Libres in ‚unseren‘ Schaukelstühlen. Kubanische Verandas sind bunt wie die Häuser (wenn man an Farbe kommt), liegen nach vorne zur Straße und sind immer mit Schaukelstühlen bestückt. Wie gesagt: das Wohnzimmer ist auf der Straße.
Apropos: Open Street Maps ist fantastisch für Kuba! Damit kann man gut laufen. Bin Fan geworden.
Übrigens: unsere Vermieter/Taxifahrer/Touristenführer hatten bisher allesamt studiert und sind gut gebildet. Aber im Tourismus verdient man besser :/ Dies Land hat Potential, reichlich! Bildung ist nicht der Schwachpunkt.
Nochmal übrigens: Spanische Vokabeln lerne ich weiter mit Babbel.
Hier vor Ort erkenne ich einiges, aber manches wird kräftig verschluckt und dauert beim Wiedererkennen.
So ohne Internet ist die Welt sehr weit entfernt. Schöne Variante. Und Entzug funktioniert. 😛
Auch wenn ich gern für Bologna und London zwei-drei Sachen nachschauen würde…
(Vorhin kam die SMS mit Tarifinfo zu Kuba auf meinem Handy an. Hm.)
Heute abend folgen wir der britischen Empfehlung in eine Pizzeria. Da gibts nach deren Aussage die beste Pina Colada. Müssen wir testen, und wenn es das letzte ist, was wir (…heute…) tun 😉