popoki

Katze

Wir haben heute das USS Arizona Memorial zu besuchen versucht. Vermutlich wegen Spring Break waren die Tickets um 10:00 schon weg; morgen machen wir das dann mit Wecker – *brrrr*, aber geht nicht anders 😉 .

Also: umdenken. North Shore kennen wir kaum – Attacke!

Über den Highway 3 (dass die auf Hawaii auch ‚Interstate‘ heissen, ist ziemlich sinnfrei 🙂 ) zur Nordküste. Der Weg durch die Berge ist toll – unendliche Facetten in grün und Bergzüge wie auf Kauai. Oahu vorgelagert eine Halbinsel, die sich das Militär gekrallt hat – schade. Bei der Kualoa Ranch wollen wir halten; vorher lacht uns der Kualoa Regional Park an, schöner Strand mit vorgelagerter Chinaman’s Hat-Insel. Die Ranch hat ein großes Gelände, das für einige Film- und Serienproduktionen verwendet wurde: Lost, Jurassic Parc, Jurassic World, Jumanji. Die nächste, verfügbare Tour wäre erst in zwei Stunden – wir schauen uns so um und fahren weiter. Haben beide etwas Appetit, aber keine Lust auf den touristischen Trubel hier, also schauen wir im Lonely Planet nach was Nettem. Gab es früher eigentlich auch soviele Foodtrucks hier? Wir haben das bisher nie so wahrgenommen, aber dieses Mal sind’s reichlich. Wir nehmen Surf & Surf beim verschiedentlich ausgezeichneten Shrimp Shack, Mahi Mahi und Shrimps. Die Shrimps – aus einer der Farmen um die Ecke – sind toll frisch und ebenso zubereitet. Mit Spuren von Knoblauch 😉

Mehr landschaftlich tolle Stops: Laie Point (mit einem beeindruckenden Bogen und einer Idee, warum die North Shore für Wellen berühmt ist) und Kawela Bay (Lost-Drehort – die Szene im Banyan-Baum).

Zum Sonnenuntergang schnabulieren wir bei uns am Strand: Sushi, Gegrilltes, lokales Bier, kalifornischer Wein, Fotoapparate, Musik, kraulbares Kätzchen. Was will Mensch mehr?!

o ka wepa

Seehund

Heute: strahlender Sonnenschein gleich früh am Tag. Unsere Wohnung hat eine kleine Terrasse, aber es gibt ja diesen Grillplatz am Strand, und der ist frei, trocken, leicht brisig, beschattet…

Was für ein himmlischer Start in den Tag! Mit Ananas, Apfel-Banane, Joghurt, Granola, Rührei, Milch, Kaffee, Croissant, Brot, Pancakes, Drauftuzeug und sonniger Aussicht auf helltürkisen Pazifik und die Silhouette von Honolulu und dem Diamond Head (ca. 20 Meilen Luftlinie entfernt). Keine Menschenseele ausser uns, ein paar Geckos, eine Art Strandläufer. Soooo schön! Ich schwelge so, dass ich Fotos mit dem Handy vergesse. ;D

Nach dem Frühstück spazieren wir ‚unseren‘ Strand hin und her und erkunden ihn. Ewa Beach ist (begehbar) 1,4 Meilen (an der östlichen Seite kommt militärisches Gelände), relativ schräg, aber gut planschbar, und bebaut landseitig mit verschieden großen Privathäusern. B&B ist viel dabei, aber alles fern von voll. Ein Seehund liegt reglos in der Sonne; wir sind erst etwas in Sorge, aber er atmet und räkelt sich dann mal – alles gut. Entspannte Ruhe gibt’s hier reichlich, Wetter ist wieder in Form, und wir erkunden den Strand, machen ein paar Bilder, quatschen mit einem einheimischen Angler und probieren die Liegestühle aus.

Gegen Abend fahren wir nach Waikiki. Mit der Entspannung drumherum ist die trubligere Stadt sehr, sehr verträglich und macht Spaß. Käsekuchen und Sonnenuntergang am Waikiki-Strand, Burger und Salat in The Cheesecake Factory, mit Bier und Big Island Ice Tea 😉 .

Mit leckeren Getränken und Zigarre klingt der Abend auf unserer Terrasse aus.

Ua

Regen

Der Fissel von gestern wurde zu Regen. Ich mochte das gleichmäßige Tropfen auf den Blättern. Gegen Morgen wurde es weniger, das Rollen des Pazifik kam wieder durch, ein paar Vögel haben sich bemerkbar gemacht, und dann kam der Regen zurück. Solche Wassermassen hatten wir hier noch nie, mal einen kräftigen, kurzen Guss, gefolgt von Sonne, oder minitropfenden Fissel, der nicht wirklich als Regen zählt. Seit gestern 40-45l in unserer Gegend, das bis zu 4-fache an der North Shore. Die Sturzflutwarnung wundert dabei nicht. Wow.

Wenn man eines über Wettervorhersagen für die Inseln sagen kann, dann, dass wir bisher keine gefunden haben, die überzeugt. Das Wetter war immer etwas anders, meist besser, manchmal nicht. Allein die Vielfalt mit den verschiedenen Klimazonen auf kleinem Raum macht das echt schwer, zugegeben. Aber: 11 Stunden Sonne werden das heute nicht mehr werden 😉 (wetter.coms Behauptung).

Wir starten den Tag daher sehr damelig und überlegen uns ein regentaugliches Programm.

Die Manulele Destillerie ist nicht weit. Schöne Idee (die wollten Energie aus nachwachsendem Rohstoff – Zuckerrohr – herstellen und stellten fest: ‚zu lecker zum Verbrennen‘, seitdem machen sie Rum 😀 ), im Detail verbesserungsfähig und übenswürdig (die sind mit ihrem Ko’hana (Arbeit am Zuckerrohr) Rum seit 1 1/2 Jahren am Markt – da kann noch nichts wirklich Gutes draus werden).

Danach ausgiebiges Bummeln in Waikele – irgendwie müssen wir ja auf unsere Bewegung kommen. Wir sind wieder erfolgreich und finden Dinge. Und: es klart auf und trocknet, juhu!

Zum Abendessen gibt’s die aufgewärmten, thailändischen Reste von gestern am Grillplatz am Strand, mit Blick auf ein entferntes Honolulu und Kennenlernen unserer Nachbarn aus Amerikanisch Samoa.

Pua

Blume

Ein letztes, gemütliches Frühstück in unserem Maui-Appartment. Wie immer mit reichlich Geckos, die Vögel halten sich heute zurück (wir hatten ein paar mal einen knuffigen, grünen Kleinpapagei dabei, der bei ‚For the birds‘ hätte mitspielen können, und übrigens sind hier sogar die kleinwüchsigen Tauben niedlich!), das schüchterne Katzenpärchen hat sich an uns gewöhnt, ist aber anhaltend schüchtern.

Trotz der vielen Beute und der Frühstücksreste, die für Oahu mitnehmbar sind, klappt das Kofferpacken locker 😉

Und so wechseln wir die Insel. Maui: <3

Was ich beim Flughafen-Zeit-Verdameln wieder feststelle(n muss): meine endorphinschwangere Grundstimmung lässt mich bei Shopping-Kram gruselig schnell und leicht begeistert sein 😀 mehr, als das Gepäck hergibt, aber ein paar wirklich nette Dinge habe ich schon erstanden, und ein bisschen geht noch. 😀 Aloha für Zuhause! <3

Auf Oahu finden wir unsere knuddelige Unterkunft leicht. Hawaiianisch-gemütlich eingerichtet, direkt am Strand, und auf dem Fußweg dorthin maunzt uns ein Kätzchen an. Einkaufen für die nächsten Frühstücke und den Abend, und gut dann.

Es regnet, also: mehr als Fissel. Die Vorhersage für ab Sonntag ist ziemlich nass, aber das Wetter hat die letzten Tage vorallem eins gemacht: sich nicht an Vorhersagen zu halten, also schauen wir mal.

Und, oh: anstoßen mit hawaiianischem Bier und kalifornischem Rosé auf abwesende Freunde. Weil’s sein muss, heute und hier.

poʻo

Kopf

Der Tag startete mit kopfschmerziger Nacht, was sich in den Morgen und gewisse Köddrigkeit zog. Gut, das wir heute nichts besonderes vor hatten – den letzten Tag auf Maui wollten wir nicht verplanen. Mein Zustand und der leicht bedeckte Himmel bringen uns zu einer gut dosierbaren Wanderung etwas weiter südlich, wo wir noch nie waren. Der Hoapili Trail ist ein Teil des Weges der Könige, der früher um ganz Maui geführt hat. Empfohlen wird ein 2,5 Meilen Stück (und retour) zu einem Strand. Das passt zu meinem Zustand und macht Spaß. An der Küste entlang, über und durch den jüngsten Ausbruch des Haleakala, hin zu einem schwarz-weißen Strand aus Lava, Steinen und (versteinerten?) Korallen.

Es klart auf, als wir unterwegs sind. Da passt ein Stop auf der Rückfahrt zum Beachen am Oneloa (=Langer Sand, Makena) Beach wunderbar. Der türkise bis tiefblaue, mächtig rollende Pazifik, warmgoldender, feiner Sand und eine strahlende Sonne, bei der man sich über ein Wölkchen tatsächlich freut, dekadenterweise und weil’s Not tut. Schöner, chilliger Nachmittag auf meinem goldenden Lieblingsstrand.

Beim Essen lockt uns die Neugier, italienisch zu testen. Es gibt ein Restaurant in Laufreichweite zu unserer Unterkunft, am Strand mit Blick auf den Pazifik (und Sonnenuntergang, wenn da keine Wolken aufgezogen wären). Direkt neben dem Restaurant, wo wir unseren zweiten Abend auf Maui verbracht haben.

Der Fisch, hawaiianischer Thun und Mahi Mahi, ist exquisit, und das meiste dazu auch und hawaiianisch kreativ kombiniert. Mit Al Dente haben die Hawaiianer es, wie geahnt, nicht wirklich, und der Service ist wahrscheinlich ganz weit vorne, aber als Europäer sehen wir Kleinigkeiten, die eigentlich anders gehören. 😉 Ob ein stilechtes italienisches Restaurant hier laufen würde? 😉 Wäre ein Versuch!

Leckeres Dinner und ein schöner Abend, der vorerst letzte auf Maui. Was für eine wundervolle Insel, gleichzeitig sanft und rau, berührend, abenteuerlich, sorgsam, entspannend, vielfältig. Wir hatten ursprünglich mal den Ansatz, nächstes Mal zwei andere Inseln zu besuchen, aber ob wir auf Maui verzichten mögen, wenn wir hierher auf die andere Seite der Welt fliegen, Maui, die uns beide mitten ins Herz trifft, daran würde ich heute ein großes Fragezeichen machen. Maui macht glücklich. <3

Morgen geht’s zurück nach Oahu.

Makani

Wind

Große Pläne für heute: schnorcheln in Molokini, einem halb versunkenen Vulkankrater zwischen Maui und Kahoolawe. Ein ganz, ganz besonderes Fleckchen Erde – bzw Wasser. Schnorcheln ohne Ufer in der Nähe ist für mich eine neue Stufe, aber ich war gewillt und Mutes, es zu versuchen, meiner Raumangst zum Trotz.

Schon bei der Ankunft am Hafen/Öffnen der Autotüren die Erkenntnis: verdammt windig heute. Die Windräder auf dem Kamm gen Lahaina standen nicht aus Windmangel, sondern weil zu viel davon da war. Trotzdem ging’s an Bord, einen gut gefüllten Katamaran, und los. Nach kurzem die nicht sehr überraschende Ansage, die See sei momentan zu rau bei Molokini. Nach einem Schlenker die Entscheidung, einmal um den Krater drum herum zu fahren (nein, bei diesen Wellen möchten wir nicht schnorcheln, das sehen wir genauso!) und um zu planen. Gen ‚Turtle Town‘, einer Ecke bei Maluaka Beach.

Das Wasser war dort deutlich ruhiger, aber nach den Wellen vorher war ich bzgl. Schnorcheln wenig entspannt. Als die größte Horde vom Boot war, hab ich’s trotzdem gewagt. Juhu! Hat geklappt. Eine ziemlich weite Strecke, weg vom Katamaran, lange Zeit alles prima. Hab dort die bisher schönsten Korallen gesehen, unbeschädigt und vielfältig, Fische auch reichlich, und seeeehr tiefer Blick in dem klaren Wasser. Leider keine Schildkröte.

In meine Vollgesichtsmaske ist mit der Zeit etwas Wasser gekommen (saß sie nicht perfekt? Eigentlich hatte ich darauf geachtet. Egal), mit einer gewissen Menge kam der Punkt: es reicht, zurück an Bord. Maske ab; mit Wasser, wo ich atmen will, fühlt sich das nicht gut an sonst.

Auf dem Weg zurück schwimmen wir dann genau auf eine Schildie zu, die Guido schon beim Abheben vom Meeresgrund sieht. An der Wasseroberfläche sehe ich sie in einem Meter Entfernung und fürchte fast eine Karambolage, aber: juhu! Honu im Wasser erlebt! <3

Ein zweiter Schnorchelstop folgt; wir bleiben an Bord, der erste war mir Konfrontationstherapie und Adrenalin genug.

Der Rückweg geht dann gegen die Wellen. Wir sitzen vorn und werden regelmäßig nass, salzig und durchgepustet, aber es macht Spaß. Ein paar Grad mehr oder Sonne hätte ich genommen.

Müssen wir wohl wiederkommen, um Molokini zu erschnorcheln. Gibt dööferes auf dieser Welt. 😉

Aber irgendwie kriegen wir den Eindruck, dass wir mit Bootsfahrten auf Hawaii kein Glück haben: vor 5 Jahren wurde eine Fahrt auf Big Island abgesagt und auf Kauai gab’s, wie heute, Ersatzprogramm. Hm.

Nach ausführlicher Dusche, Entsalzen und Aufwärmen sind wir für einen sehr netten Nachmittag nach Lahaina gefahren – da kann man öfter hin, wie gesagt. Mit Leuten geschwatzt, nette Dinge gebummelt und -shoppt, gut gegessen. Im Cool Cat Cafe gab’s für meinen Mann tatsächlich den besten Hamburger der Welt ‚ever, ever, ever‘ – und das zum zweiten Mal.

Früh ins Bett. Draussen spielen macht müde, und von gestern kommt kräftiger Muskelkater durch 😉

papa heʻenalu

Surfbrett

Gei-el. Wieder Action und ‚erstes Mal‘. Heute: Surfen für Anfänger! Angemeldet hatten wir uns für eine Gruppenstunde, die Gruppe bestand aus uns beiden, so dass wir mit unserem Trainer Mike und der Fotografin Kylee zu viert waren. Das ganze früh und an einem sehr anfängertauglichen Strand bisschen nördlicher in Kihei. Mike ist ein lustigschrägsympathischer Typ mit Gefahr zum Totgequatschtwerden, machte es cool, motivierend und geduldig. Kylee schaffte es, von uns Fotos stehend auf Brettern zu schießen. Was daran liegt, dass wir es hinbekommen haben zu stehen! 😀 Anstrengendes, cooles Zeug! Nach knapp 1 1/2 Stunden (etwa, so genau können wir das beide nicht sagen, dafür waren wir zu voll mit Endorphinen!) im Wasser, mit Paddeln, Aufstehen und Aufstehversuchen, Herunterfallen, Zurückpaddeln und bisweilen erfolgreichem
Stehenbleiben reicht es. Die Fotos sichten wir und nehmen alle – toll, dass Kylee dabei war!

Da es wegen ruhigem Wasser um 8:00am losging, haben wir uns ein hobbiteskes, zweites Frühstück verdient, toll im Kihei Caffe mit Obstsalat und French Toast (aus portugiesischem Brot, also eigentlich Portuguese Toast? Egal). Lecker! Wobei ‚im‘ heisst: unter Sonnenschirmen davor. Drinnen ist hier nicht nötig, normalerweise und will man nicht als Tourist, der aus deutschem Winter kommt.

Bisschen ‚beachen‘ (neues Denglisch meines Mannes) an unserem ‚Hausstrand‘, kräftig notwendiges Entsanden und Entsalzen und wirklich tolles Dinner mit Spare Ribs und Fisch machten den Urlaubstag entspannt voll und schwer erinnerungsschwanger.

PS: wir haben gesurft! Echt! Wir standen! ? ♥️ ?

Mauka

Richtung Berg

Ziplining ist cool!!! Wir hatten mich für eine 5-zip line bei Skyline Eco-Adventures angemeldet, halb auf dem Weg auf den Haleakala. Die ersten Lines eher kurz zum Kennenlernen – die letzte dann 800 ft lang, steiler und schneller – seeeehr cool! Ginge mehr 😀

Mein Bär hat die Tour als Hiker mit einem der Guides gemacht und war auch gut unterhalten. 🙂

Und weil wir schon so hoch waren, sind wir weiter auf den Vulkan – Haleakala – auf 3000m. Wir fuhren durch nebelig wabernde Wolkenschichten – sehr mystisch, magisch und zauberhaft, und leider nicht wirklich zu fotografieren.

Oben auf dem Berg war es dann tatsächlich trocken, juhu! Vor 5 Jahren endete der Versuch einer Wanderung in einer 0 Grad kalten Wolke 😉

Also ein bisschen wandern, für 1:20h oder so in den Krater und retour, und Stimmung schnuppern. Nicht weit für unsere Verhältnisse, aber in der Höhe und bei 8 Grad mit Wind völlig okay.

Toller Tag. Wieder mit vielen netten Menschen zu tun gehabt und die üppige Natur genossen.

Bisschen gruselig, übrigens, was für Nachrichten auf meinem Handy bzw. der amerikanischen Prepaid-Karte ankommen.

I’a

Fisch

Heute so: schnorcheln, planschen, beachen. Schnorcheln, ums wiederum anfängertauglich zu üben: klappt gut am Ulua Beach. Meiner stillen Hoffnung zum Trotz ohne Schildie, aber viele Fische und Korallen gesehen. Reichlich Sonne getankt, zwischendurch waren wir dankbar für Wolken *kicher*

Abends den Small Beach im Makena Park angesteuert, wegen Trommeln, Feierei und reichlich Aloha zum Sonnenuntergang. Leider tröpfelts da zu der Zeit, als wir ankommen und die Party ist im Aufbruch. Wir nehmen vor dem Eingang ein gemütliches Getränk, Stimmung und Eindrücke von Leuten. Nett, trotzdem wir den Small Beach nicht mehr sehen.

Nebenbei: Cooles Zeug für die nächsten Tage organisiert. Morgen: ziplining!! I like! 😀 😀 😀

Lahaina

Erbarmungslose Sonne

Das Maui Swap Meet entpuppt sich als sehr, sehr schöner Kleinkunstmarkt mit wirklich geschmackvollen, ungewöhnlichen Dingen, die es nicht in jedem Souvenirladen gibt. Tolltolltoll! Notiz an Selbst: Maui-Aufenthalte mit Samstagen planen, damit man den Markt besuchen kann.

Die Stadt, Kahului, ist allerdings zu recht nicht berühmt, nach kurzem Spazieren fahren wir weiter.

Lahaina kennen und mögen wir, gehört zu den Orten, wo man gern wieder hinkommt und neues kennenlernt, weil man sich nie vollständig auskennt und der Ort einfach nett ist. Eine Hauptstraße im Western-Stil mit einigen Gebäuden aus der Walfangzeit, voll leckerer und hübscher Dingen. Jede Menge Galerien, auch mit großartigen Fotografen – macht Spaß. Tiere wie Krabben und Schildies sehen wir von der Promenade aus. Nach einem leckeren Burger gibt’s Ananassofteis von Dole – sehr toll, dass es das nicht mehr nur auf der Plantage gibt. Und überall haben wir mit freundlichen Menschen zu tun, die Aloha leben.

Den Sonnenuntergang erleben wir am Hafen, mit Blick auf Lanai, geparkte Boote und die letzten Surfer. Knapp über der Insel sind Wolken, der Untergang ist daher kurz.

Skurril heute: wie oft wir grüne Shirts sehen und man uns „Happy Paddy Day“ wünscht. Hier. Hawaiianer und Iren haben mehr als eine Sache gemeinsam.

Honu

Schildkröte

Heute: Hana und zurück. Die Straße nach Hana (ganz im Osten der Insel) ist ein kringeliger Weg entlang der Nordküste mit 54 einspurigen Brücken. Es geht durch grünsten Dschungel, teilweise fühlt man sich in einem Tunnel, und die üppige Pracht der Natur ist hier besonders allgegenwärtig und kaum auszuhalten.

Wir haben einige Stops gemacht. Noch vor der eigentlichen Straße etwas östlich von Paia an einem berühmten Surferstrand konnten wir drei Schildies am Ufer bestaunen. Kurz hinter Meile 2 ein kurzer Spaziergang zu den Twin Falls – die hatten wir vor 19 Jahren nicht gefunden, jetzt ging es leicht. Vermutlich auch wegen der Menge an Menschen, die da waren – es ist voller geworden in den letzten Jahren auf Hawaii. Vor dem nächsten geplanten Stop lockt ein Schild mit Kaffee und Espresso – hier so fast im Nichts keine Selbstverständlichkeit, daher machen wir dort eine Pause, ergänzt mit Scones und Apple Banana. Die vielleicht teuersten Kaffeegetränke dieser Reise – oder zumindest weit vorne – schmecken gut. Ke’anae ist eine pfannkuchenflache Halbinsel mit Taroanbau und rauer Küste – himmlisch. Bei den Three Bears Falls klappt ein kurzer Stop (der Parkplatz ist klein, aber frei genug), bevor wir am Waiʻanapanapa State Park für eine kurze Wanderung halten. Als meditativ beschreibt sie der Reiseführer, und das passt gut, auf schwarzer Lava, zwischen dem ewig tosenden Türkis des Pazifik und frischem Grün von nur zwei Pflanzengattungen hier, wo man sich auf Weg und Trittsicherheit konzentrieren muss. Ein netter Gang. In Hana mag ich unbedingt zum Red Sand Beach, der leichter zu finden und zugänglicher ist als vor 5 Jahren, aber genauso sensationell schön und ungewöhnlich. Für den Rückweg nehmen wir die Südroute um den Haleakala, verlassen die Schotterpiste passend vorm Dunkelsein (Sonnenuntergang ist gegen halb 7) und sind gegen 20 Uhr zurück in Kihei.

Hana ist eine Fahrt wert.

Olukai

Stimme des Meeres

Der Tag beginnt bei uns mit strahlendem Sonnenschein – zu viel heute für uns nach der Dosis gestern. 😉 Aber wir wissen ja, dass es im Norden und Richtung Berg immer wolkiger ist, also steht die Richtung fest.

Nach gemütlichem Frühstück sind wir zur Ocean Vodka Organic Farm and Destillery im Upcountry gefahren. Die Führung war super, deren Konzept, alles auf Biobasis selber zu machen, herzerwärmend, sie haben eine Katze und das Produkt ist obendrein sensationell gut. Auf Basis von lokalem Zuckerrohr und mit Tiefseewasser von Big Island in einer tollen, markante Flasche. Sehr sanft mit Feuer, ohne zu treten. Rum gibt es auch – der Wodka ist spannender. Wir werden überzeugte Fans von hawaiianischem Wodka und erwerben Mitbringsel für daheim.

Danach bleiben wir im Upcountry: Kula Botanical Gardens sind nett. Jeanne The Bread Lady ohne Beschilderung schwer zu finden, aber mit Hilfe von Jeannes Bruder dann doch, und wir bekommen leckeres Brot und Scones. Maui Nui Farm ist ein süßes Konzept mit einem urigen Foodtruck davor, bei dem wir uns mit thailändischem Chicken Curry, Schwein Saté und Smoothie Special stärken. Der Versuch, auf der Maui Tropical Plantation spazieren zu gehen, wird leider vereitelt, daher dann heim.

Und insgesamt so: was für eine wunderwunderwunderschöne Insel! Grüntöne von Frühling bis Herbst, rotbraune Erde, blauer Himmel und türkises Wasser, garniert mit bunten Blüten. Die weite Ebene zwischen den wolkenverhangenen Gipfeln mit Pazifik zu beiden Seiten. Quasi jede triviale Straßenansicht hat etwas Malerisches. Und die Menschen leben eine freundliche, kommunikative Leichtigkeit. Aloha <3

La

Sonne

Langsam in Gang gekommen, heute, aber mit umso tollerem Frühstück auf dem eigenen Balkon selber belohnt. Dabei Blick auf Plumerias, Palmen, bunten Hibiskus, plusternde Geckos (oder ähnliche Tiere), tobend tschilpende Vögel und schüchterne Katzen.

Das mit dem Ingangkommen besserte sich nicht, also entspannt Richtung Strand starten und schauen, wie das wird. Unser Quartier ist nur eine halbe Meile vom Strand entfernt, also…

Knapp 3 1/2 Stunden später haben wir sechs verschiedenene Strände spazierend besucht, reichlich Sonne getankt, die zwischendurch rauskam (es sollte regnen, und im Osten der Insel hat’s das auch, mit Sturzflutwarnung) und danach ‚zuhause‘ Pause mit Ananas, Limo und Studentenfutter.

Gegen Abend Mai Tais, koreanische Chicken Wings, scharfes Thunfisch-Sushi, ananasige Spare Ribs und einen schönen Sonnenuntergang am Strand genossen. Mit netten Menschen. Eine Malerin bzw ihren Sonnenuntergang in Öl habe ich fotografiert. Zwei Frauen kamen auf uns zu, dass wir mit weißem Hemd und Kleid so fotogen vor schwarzer Lava und dem Sonnenuntergang seien. Die eine hat Fotos von uns mit meiner EOS gemacht, von der anderen kommt ein Bild per Mail, wenn’s klappt. Hoffentlich!

Morgen dann Programm mit weniger Sonne, weil’s besser ist.

– Bevor ich es vergesse: ich hab noch nie so regelmäßig Bloody Marys auf Frühstücks(!)karten gesehen wie dieses Mal auf den Inseln. Skurril.

Und: dolle angekommen, jetzt. Das ländliche Hawaii ist deulich besonderer, berührender, entschleunigender als das städtische. <3 ohne Ende dafür!

Waikiki

Wai: Wasser – Waikiki: Spritzendes Wasser

Heute haben wir Oahu verlassen. Supertolles Frühstück bei fisseligem Sonnenschein (momentan das vorherrschende Wetter, abwechselnd mit sonnigem Fissel), Spaziergang am Waikiki-Strand und in der „Punchbowl“, dem größten Soldatenfriedhof der Inseln (auf Hawaii nimmt man dafür einen Krater, was sonst). Danach zum Flughafen, Auto abgeben, Interinselabfertigung suchen und so fort. Trotz langer Wege und lang aussehender Schlangen läuft’s schnell, wir haben mal wieder nur mit freundlichen Menschen zu tun und dann noch reichlich Zeit vorm Abflug.

Auf Maui wird’s sofort beschaulicher; Waikiki ist halt Großstadt und laut und vergleichsweise wuselig. Das Auto wird wieder upgegraded, wir fahren in unsere Wohnung. Hier dann so: aaawwww. Mit <3 ! Schön hawaiianisch, gut in Schuss und ausgestattet. Hier werden wir es 10 Tage gut haben. Was soll ich sagen? Die Wahl, welches Bad ich nehme, habe ich anhand der blühenden Orchidee entschieden <3

(In Waikiki hatten wir eine Wohnung, die das Nötigste hatte. Aber wirklich nicht mehr.)

Bisschen eingekauft (ja, dafür muss hier das Auto her, es gibt nicht an jeder Ecke einen Supermarkt), Essen, gut so für heute.

Mehr angekommen. Waikiki macht Spaß, ist für mich aber nicht so hawaiianisch, wie ich es anderswo kenne.

Koko

Blut

Es ist frisch auf Oahu – bedeckt und nur so 22 Grad. Wir schlafen wiederholt etwas komisch, sind früh wach und spazieren am magisch leeren Waikiki-Strand Richtung des Diners, das wir uns fürs Frühstück ausgesucht haben.

Unterwegs in einiger Entfernung Blaulicht und Trubel. Beim Näherkommen stellen wir fest: Dreharbeiten für Hawaii Five-O 😀 😀 Wir spähen natürlich und sehen Danny und Lou.

Das Frühstück schmeckt in einem seeeehr klassisch amerikanischen Diner – nice!

Dann wandern wir auf den Koko Head. Fuck, meine Kondition ist sowas von im A****. Der Trail geht eine nicht wirklich lange Strecke wirklich steil hoch, über Stufen auf ehemaligen Bahnschienen. Weniger wandern als Workout, ehrlich gesagt. Ich merke, dass ich im Winter nicht viel, direkt vor dem Urlaub wegen der Erkältung gar nix gemacht habe und bisher nicht gut schlafe. Muss ich ändern.

Die Aussicht oben ist sensationell, wenn auch getrübt durch einsetzenden Fissel (zu wenig, um es Regen zu nennen, aber genug, um Auge und Kamera im Weg zu sein).

Weil die Strecke an sich für Wanderfreunde eher bescheiden kurz war, wir aber keine Lust mehr auf viele Höhenmeter hatten, nehmen wir danach den Diamond Head. Passt zu unserer Verfassung und bietet tolle Sichten auf Waikiki und Honolulu.

Erfolgreich schicke und alltagstaugliche (!) Hawaiihemden shoppent beenden wir den Tag – toller Tip vom Lonely Planet abseits normaler Touristen-Läden.

War schön. An meiner Kondition werde ich arbeiten. 😛

Hanauma

Hana: Bucht – Uma: Kurve

Schnorcheln hatten wir vor fünf Jahren zum ersten Mal probiert, für spannend – für mich gleichermaßen herausfordernd – und für wiederholenswürdig befunden. Ich hatte mich mit einer Vollgesichts-Schnorchelmaske ausgestattet in der Hoffnung, damit besser klarzukommen. Heute dann: schnorcheln in der unglaublich schönen Hanauma Bay.

Meine Raumangst musste ich wieder überwinden und mich mehr als andere konzentrieren, aber dank der Maske ging es besser. War zweimal im Wasser, hab gut durchgehalten dabei und viel Fischies und Korallen gesehen. Bin ein bisschen stolz <3

Die Bucht haben wir auch am Strand liegend und mit tobenden Mungos und streichelbaren Kätzchen genossen – ein wirklich schönes und besonderes Fleckchen Erde.

Für den angedachten Spaziergang war es danach zu spät, aber ein Abstecher bot sich an, zu „Robins Nest“. Wir sind ringsrum gelaufen, es steht schon lange leer, wie es aussieht, aber man kann ein paar Details wiedererkennen, und die Lage am Gezeitenpool ist… wow!

Insgesamt: schön hier, aber ich komme nicht so schnell an wie letztes Mal. Mal schauen.

Makai

Richtung Meer

Heute hab ich zwischendurch völlig vergessen, dass wir auf Hawaii sind. Wir waren im Shangri La, dem hawaiianischen Zentrum für islamische Kunst. Die verstorbene Besitzerin und Bauherrin hatte Kohle ohne Ende, sich in den 30ern ins Taj Mahal und Oahu verliebt und dann beides auf ihrem neu gebauten Anwesen vereint, mit Aussicht auf den Diamond Head und türkisen Ozean. Sen – sa – tio – nell. Ein bisschen wie eine kleine Alhambra in den Tropen <3

Das Frühstück davor war ulkig, mexikanisches mit Ei, aber in der Nähe vom Museum war nicht viel findbar, daher zu Taco Bell.

Nach der Kultur dann Kontrastprogramm: Bummeln im Ala Moana Shopping Center, dem größten Freiluft-Einkaufszentrum der Welt. Spannendes Futter probiert: koreanisch und hawaiianisch. Koreanisch war lecker. Vom hawaiianischen Poi hatte ich im Michener oft gelesen und war neugierig – lecker geht aber anders. Das Kalua-Schwein war gut, aber spätestens in Kombination mit Haupia (Kokospudding) und einer Macadamia-gekrönten Zimtrolle war das etwas viel unterschiedliches Zeug in kurzer Zeit.

Abends die Hula-Show am Waikiki-Strang gesehen, die hat mich wieder nach Hawaii geholt

Painaʻapala

Ananas

Die Nacht war kurz mit 4-5 Stunden, aber dafür sind wir in normaler Zeit, jetzt. Die Stadt ist wach gegen halb 7, und bei der Art der Fenster (Scheiben in Lamellen, die nicht völlig schließen können) klingt es im 4ten Stock fast so, als stünde unser Bett neben einer Baustelle 😀 Macht nix.

Wir haben den Tag entspannt in Waikiki verbummelt; die Idee, mehr Zeit zu haben, geht wunderbar auf. Wir haben zunehmende Sonne nach bedecktem Morgen gespürt, Ananas frisch, getrocknet und als Softeis genossen (angemessene Dosis für einen Tag), die von einer Kollegin empfohlene apple banana als sensationelle Sorte kennengelernt (ich werde mehr Bananen auf den Inseln essen!), Strand spaziert, Läden gebummelt (*schöne* und bezahlbare Hawaiihemden finden ist eine echte Aufgabe). Wenn uns zwischendurch eine Promoterin anquatscht und Pröbchen in die Hand drückt mit „you look like an organic couple“ wundert uns das, aber klingt wie ein Kompliment. Glaube ich.

Sympathisches Motto: „Live is better in flip flops“. Wir haben nach toller Beratung neue von unserer Lieblingsmarke erworben und machen damit unser künftiges Leben besser 😉 Ich liebe es, bei Profis zu kaufen.

Waikiki hat sich in den letzten 5 Jahren etwas verändert, großteils zum Vorteil, tatsächlich. Obwohl in Summe durchaus touristisch, macht Bummeln hier Spaß; es ist reichlich ‚altes Waikiki‘ da.

Angesichts der sympathischen Begegnungen kommt uns ein Typ vom Vortag – Mitflieger ab SFO – in dem Sinn. Der trug allen Ernstes ein Cap mit der Aufschrift „We don’t call 911“, und um keine Zweifel aufkommen zu lassen, war auch eine Handfeuerwaffe abgebildet. Wirklich, wirklich gruselig. „Christians are not perfect, but they are forgiven“ prangte auf seiner Weste – mehr konnte ich nicht gefahrlos lesen. Das war kein Hawaiianer, definitiv. Die leben Aloha, auch die zugezogenen, und ich glaube, das macht auch einen Teil des Charmes der Inseln für mich aus. Aloha ist ein Lebensgefühl, eine Grundeinstellung, die die Welt für alle ein bisschen besser macht. <3

Aloha

Liebe, Zuneigung, Willkommen, Hallo

Die Anreise ist mistig lang, daran ändert sich nichts. Das Übel hat man bei jeder weiteren Reise. Klappte soweit alles, aber der Mietwagen dauerte, weil die „heute so langsam zurück kommen“. Dafür fahren wir die nächsten Tage ein großes Gefährt von Jeep – mit Cabrio-Option 😉

Den Weg ins AirBnB nach Waikiki und ins Parkhaus Dank guter Beschreibung direkt gefunden, kurzen Spaziergang und jetzt reichlich ko ins Bett. Von Tür zu Tür 26 Stunden unterwegs sein reicht und macht platt.