T-1

Morgen geht’s in den Flieger, am Flughafen sind wir schon. Ja, wird ein langer Flug, aber wir sind ziemlich unaufgeregt. So ganz real ist es nicht, morgen Nacht (Ortszeit) auf der anderen Seite der Welt im tropischen Frühling zu sein.

Und: Ich bin ähnlich skeptisch wie vor 5 Jahren, ob die Inseln mich wieder so verzaubern, aber gleichzeitig rechne ich irgendwie damit, weil es letztes Mal so war. 😉

In den Sinn kommt mir regelmäßig einer der tollsten Anblicke, der erste Landeanflug auf Oahu. Die Städte und Ortschaften waren warmgolden leuchtende Diamanten auf dem schwarzen Samt des Meeres.

Countdown fürs Paradies

Oder: warum wieder Hawaii?

„I wish you were here with me,
Walking on the beach in Hawaii
Playing on the golden sand,
Looking at the ocean now I understand
Love is like the open sea,
And I wish you were here with me
On the beach in Hawaii

Noch 3 1/2 Wochen, und wir sind wieder auf den Inseln. Der Song oben von Ziggy Marley ist seit zwei Wochen unser vorfreudeschürender Ohrwurm. Einstimmen geht auch optisch gut: Hawaii Five-O, unsere Bilder aus 2013, Fotos einer lieben Freundin von vor 30 (!) Jahren und gestern das teilweise kräftig verblichenen Album unserer Hochzeitsreise (1999. Boah. Waren wir jung.)

Ich sage oft: die Welt ist groß, wunderschön und abwechslungsreich, und ich möchte möglichst viel von ihr sehen. Ich könnte mir nicht vorstellen, jedes Jahr an denselben Ort zu fahren.

Das ist und bleibt wahr für mich. Aber Hawaii ist einer der wenigen Orte auf der Welt, wo ich gern wieder hinfahre, weil sie glücklich machen. Es gibt vielleicht kein Paradies auf Erden, aber Hawaii ist verdammt dicht dran.

Ich werde oft gefragt, was das Besondere an Hawaii ist. Das ist nicht in einem Satz erklärt, da kommt viel zusammen. Ich versuchs mal:

Hawaii besteht aus mehreren, nicht sehr großen Inseln. Alle sind tropisch, sonnig, haben Temperaturen zwischen 20 und 29 Grad, meist klare Luft. Alle sind vulkanischen Ursprungs und haben einen Gipfel in der Mitte, an dem die Wolken, die von Norden kommen, hängen bleiben, so dass es meist im Norden bewölkt und feuchter und im Süden sonnig und trocken ist. Die Stabilität von Wetter und Klima sorgt für große Gelassenheit – man eilt nicht, ‚um das gute Wetter zu nutzen‘, jeder Tag ist genauso schön wie der vorangegangene war und der nächste sein wird – ‚it’s just another day in paradise‘.

Je Berg gibt es bis zu sieben Klimazonen. Die Inseln im Westen sind älter, gen Osten jünger, also hat es im Westen längere Zeit Erosion gegeben und damit sind die Inseln dort grüner und üppiger sprießend, und im Osten gibt es dafür sehr karge Lavalandschaften. Landschaftlich und biologisch sind die Inseln auf kleinem Raum abwechslungsreich und atemberaubend schön, bei tropischen Temperaturen.

Im Gegensatz zur Karibik oder der Domrep gibt es auf Hawaii amerikanische Zivilisation. Amerikanisch im besten Sinne: Englischsprachig, Verkehr, in uns selbstständig orientieren können, keine Armut, Städte mit kultureller und kulinarischer Vielfalt. Die Inseln haben einen westlichen/christlichen Hintergrund, das macht es für mich kulturell leichter zugänglich und damit entspannter als zB Länder mit asiatischem Hintergrund. Es ist sehr sicher – Kriminelle können nicht einfach entkommen ;). Die Hawaiianer, die wir kennengelernt haben, sind für mich die besseren der Amerikaner: die meisten von ihnen sind sich der endemischen Besonderheiten und der Exponiertheit der Inseln sehr bewusst und sorgen und kümmern sich um nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung, um ein sorgendes Miteinander mit der Natur.

Ich habe beim ersten Mal ein bisschen mein Herz an die Inseln verloren. Wie sehr, habe ich erst beim zweiten Besuch festgestellt. Jetzt steht die dritte Reise bevor. Wir nehmen uns mehr Zeit dieses Mal und besuchen in drei Wochen nur zwei Inseln. Das wird entspannt und intensiv je Insel. Das wird schön. <3

Wir brauchen ein neues Wahlsystem!

Meiner Empfindung nach haben wir ein globales Problem, welches sich in den letzten Jahren manifestiert hat. Ich spreche von der mangelnden Akzeptanz von Ergebnissen demokratischer Prozesse.

Ob nun auf kommunaler oder auf europäischer Ebene, Ergebnisse demokratisch getroffener Entscheidungen werden nicht akzeptiert und mitgetragen, sondern weiterhin infrage gestellt und sogar boykotiert. Frei nach dem Leitsatz: “ Wir stimmen so lange ab, bis uns das Ergebnis passt!“

Seien es die Bäume, die aufgrund eines kommunalen Ausschussbeschlusses gefällt werden sollen und wo sich die überstimmten Parteien von „dem besorgten Bürger“ vor den Karren spannen lassen. Oder die Menschen in Großbritannien, die den Brexit irgendwie doch nicht wollten und auch die Wahl vom nächsten Präsidenten der USA ist alles andere als unumstritten.
Es ist verständlich, dass man nicht gerade froh ist, wenn sich seine eigene Position in einer Abstimmung nicht durchsetzt. Wenn jedoch die Mehrheit so entscheidet, dann hat der Einzelne das so zu akzeptieren und ein verantwortlicher Politiker hat diese Entscheidung letztlich auch mitzutragen, das gehört ebenso zur Demokratie!
Solange die Entscheidungen innerhalb der definierten Regularien getroffen werden, gibt es eigentlich nichts zu beanstanden. Aber ist unser System zukunftstauglich?
Am besten sind die Leute, die gar nicht erst zu den Wahlen gehen und sich hinterher über das Ergebnis beschweren. Die Populisten und Parteilen mit „speziellen“ Ansichten sorgen schon dafür, dass ihre Leute zur Wahl gehen. Und wenn die „normalen“ Wähler aus welchen Gründen auch immer nicht wählen gehen, beeinflussen die Randgruppen Entscheidungen maßgeblich. Es heißt zwar Wahlrecht, sollte aber Wahlpflicht bedeuten!
Die allermeisten Entscheidungen sind zudem zukunftgerichtet und traditionell gehen die Älteren eher zur Wahl als die Jungen. Somit treffen Ältere Entscheidungen, die sie häufig gar nicht mehr betreffen, wie z.B. das Renteneintrittsalter nach 2030.

Doch wie lässt sich dieses Dilemma lösen? Hier ein provokativer Vorschlag zur Wahlrechtsreform, über den man sicherlich trefflich diskutieren darf:

Zunächst wird das Wahlrecht durch eine Wahlpflicht ersetzt. Zuwiderhandlungen werden mit einem Ordnungsgeld belegt und die Stimme wird als abgegeben aber ungültig gewertet. Somit wird schonmal verhindert, dass Wenige über das Schicksal Vieler entscheiden.Die Wahl findet online und nicht mehr geheim statt .
Um einen Hauch von Überlegtheit in die Abstimmungen zu bekommen, wird das Prinzip „Ein Kopf – Eine Stimme“ aufgegeben. Stattdessen wird eine gewichtete Stimme eingeführt, die sich aus drei Faktoren zusammensetzt, dem Bildungsgrad, dem individiellen Steuersatz und dem Lebensalter.

Für den individuell erreichten Level nach der International Standard Classification of Education (ISCED) erhält jeder Bürger eine Stimme. Somit erhält z.B. ein Realschüler zwei Stimmen, ein Handwerksmeister vier Stimmen und ein Hochschulabsolvent fünf Stimmen.
Als zweiter Faktor dient der persönliche Steuersatz. Ein persönlicher Steuersatz von 30% bedeutet einen Stimmmultiplikator von 0,3.
Der dritte Faktor ist das Lebensalter. Hier wird der Kehrwert des Lebensalters mit 100 multipliziert. Daraus ergibt sich ein Multiplikator für die gewichtete Stimme. Ein 20-jähriger hat folglich einen Multiplikator von 5 und ein 60-jähriger hat einen Multiplikator von 1,67.

Somit hätte der 25-jährige Arbeiter mit Realschulabschluss und einem Steuersatz von 25% eine gewichtete Stimme von 2,00 und der 42-jährige Ingenieuer mit einem Steuersatz von 35% eine gewichtete Stimme von 4,17. Ein 68-jähriger Rentner mit einem Eingangssteuersatz von 14% und einem Uni-Abschluss hätte eine gewichtete Stimme von 1,03.
Somit lässt sich sicherstellen, dass Entscheidungen von ungebildeten Stammtischlern und Alten nicht mehr so maßgeblich beeinflusst werden. Zudem erhält dessen Stimme mehr Gewicht, der in Form von Steuern mehr für die Gemeinschaft einbringt.

Nebenbei brächte das noch den Vorteil, dass Steuerzahlungen nicht mehr vermieden werden, da ansonsten die eigene Stimme weniger wert ist. Steuern zahlen könnte in werden.
Das dargestellte System schützt nicht vor Populisten, doch macht es ihnen das Leben deutlich schwerer und stellt vielleicht so eine größere Akzeptanz her.

Klar, das System ist nicht perfekt und diskriminiert auf vielen Ebenen. Aber ist es tatsächlich ungerecht? Spannend wäre es allemal!  😉

Brexit – Alles Gute und danke für den Fisch!

Wer sagt, dass wir Kriege brauchen, um politische Veränderungen kontinentalen, wenn nicht weltweiten,  Ausmaßes zu erwirken.

Die Briten haben gewählt und sie haben sich gegen Europa entschieden!
Das ist sehr bedauerlich, vor allem für die Briten. Während ein Großteil Europas Schach gespielt hat, haben die Briten allerdings schon immer Halma gespielt. Sie haben Europa nie ganz verinnerlicht, ich will nicht sagen, dass sie es nicht verstanden haben.
Sie haben ihre Sonderregelungen ausgehandelt mit denen eine (Solidar-)Gemeinschaft nicht funktionieren kann. Wenn sie also weiter Halma spielen wollen, dann ist das ihr gutes Recht – nur müssen Sie mit den Konsequenzen leben. In zwei Jahren noch der EU für irgendetwas die Schuld geben funktioniert dann nicht mehr. Dann stehen die britischen Politiker an vorderster Reihe und müssen sich verantworten.

Die britischen Politiker haben es nicht verstanden ihrem Volk die Vorzüge des Gesamtsystems  zu erklären oder es für die Grundidee eines geeinten Europas zu begeistern. Im Gegenteil. Die Politik hat in den letzten Dekaden keine Gelegenheit ausgelassen gegen die EU zu wettern. Dass diese Konditionierung sich in 6 Wochen nicht umkehren lässt, war zu befürchten.

Sehr viele Kritikpunkte zur EU sind wohl berechtigt und Europa gehört einer grundlegenden Reform unterzogen, keine Frage. Doch daran werden die Engländer nicht mehr mitwirken können. Sie sind dann draußen! Bis dato konnte man ein bestehendes System dann am besten verändern, wenn man Teil davon ist. Aber sie wollen halt nicht mehr dabei sein…

Und dann sind da noch die Schotten und die Nordiren, die in der EU bleiben wollen. Das wird auch noch „witzig“! Während die Schotten schon immer pro EU eingestellt waren, haben die Iren sicherlich kein Interesse an einer europäischen Außengrenze, die zwischen Nordirland und Irland verläuft.

Dieses Referendum wird für ewig ein Beispiel dafür sein, dass Volksentscheide auf dieser Ebene nicht zielführend sind. Sie können zu leicht emotional manipuliert werden und können Ergebnisse hervorbringen, die sachlich als eher unvernünftig gelten.
Man möge sich mal einen deutschen Volksentscheid über die Asylthematik vorstellen… neee, lieber nicht!

TTIP – Total intransparent und undemokratisch!!!!!

Ganz Deutschland redet über TTIP. Naja, die meisten wettern dagegen! Das tun sie häufig, ohne die Hintergründezu kennen und häufig auch, weil sie die Hintergründe nicht kennen. Zu Recht?

Ich kann mich wahrlich nicht rühmen, exakte Kenntnisse über dieses Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA zu haben, doch mein (gelegentlich getesterer) Verstand sagte mir folgendes:

Die von den Gegnern des Abkommens beklagte Intransparenz ist für mich völlig in Ordnung. Wenn ich privat Verhandlungen führe, lege ich doch auch nicht meine Strategien und Ziele auf den Tisch. Wenn ich meinem Verhandlungspartner gegenüber mit offenen Karten spiele, habe ich bereits verloren. Ok, ich könnte ihn bitten, nicht hinzuschauen, während ich mein Umfeld mit Transparenz versorge…

Statt freie Warenflüsse zu fördern, sollen Verbraucherrechte und Qualitätsstandards der EU-Bürger unterwandert werden. So lassen die Gegner verlauten.
Fakt ist, dass die USA und die EU unterschiedlicher Auffassung bezüglich einiger Verfahrensweisen sind. Dies wird besonders  deutlich bei dem derartig oft zitierten „Chlorhühnchen“ (Schon wieder zitiert!). Jedes Huhn müsste sich beim Vernehmen dieses Wortes sofort in die nächste freie Friteuse stürzen!
Die Amerikaner desinfizieren so ihre Schlachthühnchen, bei uns ist es nicht üblich. Dafür leben wir mit mehr Keimen an den Nuggets in spe. Beides hat gute Argumente, den einzig richtigen Weg sehe ich persönlich nicht. Aber gut.
Fakt ist auch, dass beide Seiten Forderungen aufstellen, die die andere Seite anehmen oder ablehnen kann. Man kann sich bei vielen Punkten aber auch irgendwo in der Mitte treffen. Forderungen sind aber keine Verhandlungsergebnisse. Das sieht man immer wieder sehr schön bei den Tarifforderungen der Gewerkschaften. Ist da jemals eine Forderung 1:1 ins Verhandlungsergebnis übernommen worden? Und warum dürfen die eigentlich hinter verschlossenen Türen verhandeln? Das ist voll intransparent und undemokratisch!

Genau deshalb finden diese Verhandlungen ja im Geheimen statt, damit nicht jeder einzelne Verhandlungspunkt in den Medien und der Öffentlichkeit zerredet wird. Das stärkt eine Verhandlungsposition nicht gerade.

Zur mangelnden Transparenz bleibt noch die skandalöse Tatsache, dass nicht mal Bundestagsabgeordnete vollen Einblick erhalten und nach (beantragter) Einsicht Verschwiegenheitserklärungen abgegen müssen. Ja klar, völlig normal!
Verhandlungspartner ist die EU und nicht Deutschland! Da haben unsere Volksvertreter nix zu prinzen.

Ein weiteres Argument gegen TTIP ist die mangelnde Demokratie. Super Totschlagargument. Wenn mir etwas nicht passt, ist es sofort undemokratisch und ein tiefbestürztes Raunen geht durch die Nation.
Fakt wiederum ist, dass der fertige Entwurf, den die EU und die USA ausverhandelt haben, von jedem einzelnen Mitgliedsland abgesegnet werden muss!
Es verhandeln also zunächst demokratisch gewählte EU-Parlamentarier und dann stimmen demokratisch gewählte Bundestagsabgeordnete darüber ab, ob sie diesen Entwurf gut finden oder nicht. Genau wie alle anderen 27 europäischen Parlamente. Stimmt, das klingt total undemokratisch!

Also, schaltet alle mal einen Gang runter und atmet tief durch. Warten wir doch einfach ab, was die Verhandlungspartner als finalen Entwurf vorlegen. Wenn dort dann Dinge drinstehen, die schlecht für die EU und deren Menschen sind, kann man immer noch Einfluss auf „seinen“ Bundestagsabgeordneten nahmen, das Werk abzulehnen. Dann muss eben nachgebessert werden.
Vielleicht ist der Entwurf aber auch ganz vernünftig… neeee, das kann nicht sein! So naiv bin ich auch nicht!

Varadero > Paderborn – Mon Mar 21 11:00

Der Rückflug geht nach Plan, wir kommen nicht so gut in Schlaf, wie sonst, und kommen daher reichlich gar gegen 11 Uhr zuhause an.

Zurück zuhause und in der vernetzten Welt, physisch. Mangels Nachtschlaf und wegen üppiger Eindrücke gedanklich noch nicht wirklich… Sonne haben wir im Koffer, sie ziert sich, rauszukommen.

War ein großartiger Abenteuer-Urlaub. Viel ‚ziemlich echtes‘ Kuba erlebt, zerfallene wie auch tolle Häuser, Autos, Landschaften, Menschen. Kleinode hinter Ruinen. Freude und Dankbarkeit für kleine Dinge, die für uns schrecklich selbstverständlich sind. Es würde vielen gut tun, sich auf so eine Reise einzulassen. Es erdet, wenn Dinge wie Strom und heißes Wasser nicht auf Knopfdruck selbstverständlich sind, und es bringt eine andere Art Gelassenheit in einen Urlaub, wenn man es versteht, sich auf allerlei Unzulänglichkeiten einzulassen.
War toll!

Schön hier.

Prominenz, Havanna – Sun Mar 20 16:30

Als wir in der nicht nur in Kuba unvermeidlichen Schlange am Gate warten, fallen uns Gruppen von Kubanern auf, die in einen Monitor starren. Was los? Barrack Obama steigt gerade in Havanna aus der Air Force One. Gottseidank nicht in Varadero, sonst kämen wir hier heute nicht weg. In Havanna regnet es ein bisschen, der Abschirmdienst tut seine Arbeit 😛

Die letzten CUC haben wir in zwei einzelne Zigarren und Kleingeld für die Sammlung getauscht.

Heimweg, Matanzas & Varadero – Sun Mar 20 15:00

Wir verbringen den Vormittag mit Frühstück, einem Spaziergang zu einem Che-Wandbild und durch ganz normale – arme – Wohnviertel sowie dem vergeblichen Versuch, ein Telefonbuch in die Finger zu bekommen.

Wir sind dann sehr pünktlich am Flughafen.
Autorückgabe ohne Probleme (sind etwas über 1500 km auf der Insel gefahren; der Mensch von Cubacar guckt kurz nach Reifen und Kilometerstand), der Flug aus Düsseldorf wird als pünktlich angezeigt, also warten. Erst, bis der Schalter angezeigt wird (gegen 1). Dann bis er besetzt wird (viertel vor 2) und bis er öffnet (kurz nach 2). Wir gehören zu den ersten, aber hinter uns werden es bald viele mehr; man kommt auf Kuba nicht auf den letzten Drücker an, das macht man einfach nicht. Zu viel könnte dazwischen kommen – quasi überall.
Check-in geht normal schnell (wir sind Nr 1 & 2), bis zum Abflug noch drei Stunden. Zwischendurch haben wir festgestellt, dass die deutsche Zeit, die wir als Info hatten, die eine richtige war und man uns am Vortag die Ankunftszeit des Fliegers genannt hatte. Alles geklärt. *
Die Wartezeit verbringen wir mit Plumeria-Fotografiererei (und -mopserei), Toilettenbesuch mit Stromausfall (die Schlange am Check-in ist noch lang), den Souvenierläden, Zoll (ohne Schlange), Sicherheitskontrolle (mit Schlange) und kubanischer Pizza (sehr fluffiger Teig, mit Huhn, Käse und einem Hauch Tomate, gebacken). Wie verprassen wir unsere letzten 13 CUC?

* Zuhause stellte ich fest, dass auch Air Berlin sich durch die Zeitumstellung hat verwirren lassen. Ich hatte kurz nach der Umstellung zwei Mails mit Flugzeitenänderungen im Postfach, eine auf 16:05 und kurz danach wieder zurück auf 17:05. Das tröstet.

Musik in Matanzas – Sat Mar 19 23:30

Gut-bürgerlich gegessen: Zum Schwein gabs Kartoffelpüree mit Zwiebeln, Salat mit Gurke und Tomate und den unvermeidlichen Reis. Kaffee lehnen wir ab, eine Kugel Schokoladeneis nehmen wir gern.
Wir essen im zum kleinen Teil überdachten Innenhof des Nachbargebäudes, in dem alles gemacht wird. Mein Blick links geradeaus geht ins Schlafzimmer der Oma, wo die Familie immer wieder zum Fernseher reinschaut.

Danach ein paar Meter zu Fuß in die Stadt. Auf dem Platz, der Parque Libertad heißt, baut gerade eine Gruppe auf; wir suchen eine Pina Colada für mich. Natürlich fragt ein Kubaner, ob wir Restaurant, Bar oder Taxi brauchen. Lazlo (oder so ähnlich) bringt zum Esquina, zwei Querstraßen von unserer Casa 🙂 Nach Pina Colada und Mojito kommen wir auf dem Rückweg zur Plaza an der Kathedrale vorbei. Auf einem kleinen Platz spielt eine eher afrikanische Kombo: etwa fünf Trommler und fünf Sänger, die für uns nicht immer klingen, als ob sie zusammen musizieren. Aber die Stimmung ist gut und der Tanz irgendwie spannend. Auf dem weiteren Weg gehen wir an einem Hard Rock-Hof vorbei und enden auf dem Platz, wo es mittlerweile die typischen, karibischen Klänge gibt, durchsetzt immerwieder mit international bekannten Klassikern (bei einigen fragen wir uns mittlerweile, ob die spanische Version die ältere ist 😉 ). Dazu reichlich flanierendes Volk zum Anschauen. Feiner Abend. Matanzas Reiz liegt nicht offensichtlich, aber ist da. Zurück zur einstigen Kulturhauptstadt ists aber ein Weg

Der Kubaner (m/w) an sich… – Sat Mar 19 21:00

… Ist sehr gut angezogen und zurecht gemacht, aus dem Ei gepellt. Sauber und oft schicker als der gemeine Tourist. Ist ihm sehr wichtig, egal aus was für einem Häuschen er kommt.
… Ist sehr hilfsbereit und freundlich.
… Lebt offener und öffentlicher als der normale Europäer.
… Liebt Video-Telefonie, wenn Netz da ist.
… Bevölkert öffentliche Plätze, nicht zuletzt, weil es da WLAN gibt.
… (W) Trägt gern gemusterte Nylons. Mit groooßen Mustern, und gern zu kurzen Röcken. Am witzigsten bei Krankenschwestern mit wiiirklich kurzem Rock.
… Hat Übung in Gelassenheit und weiss, das Beste aus etwas zu machen und sich zu behelfen.
… Isst Reis zu seinem Essen. Ohne Reis ist es keine Mahlzeit.
… Ist sehr oft gut gebildet (Alphabetisierungsgrad von 99 %)
… Zeigt gern, was er vermeintlich hat.
… Macht Bonbons aus Sch###e und ist König im Recycling.
… Klebt gerne Apple Logos auf seine Autos und andere Dinge

Overnight stay, Matanzas – Sat Mar 19 19:00

Die Taktik heute ging gut auf. Erst noch ein bisschen Hotel & Sonne genossen, inklusive Mittagsimbiss, dann auf die große Tour.

Autopista fahren hat was von einem Computerspiel: auf der dreispurigen Straße (pro Richtung) gibt es selten ein anderes Auto, Fußgänger oder eine Kreuzung, oft und manchmal heftig ein Loch oder andere Macke, so dass wir nach Bedarf zwischen allen drei Spuren pendeln, solange keine Brücke in Sicht ist, wo sich mehr Menschen oder mal Polizisten aufhalten. Mehr als 120 km/h kann man aber weder dem Autochen noch der Straße zumuten, beim besten Willen. Zwischendurch für 12 CUC nachgetankt, damit wir sicher sind, es bis zum Flughafen zu schaffen (der Wagen soll leer abgegeben werden; alles was noch drin ist, ist halt verschenkt, aber man will ja auf keinen Fall liegenbleiben).

Der Flughafen ist der richtige (es gibt zwei in der Nähe von Varadero), und man sagt uns 15:05 für den morgigen Air Berlin Flug. Damit sind wir auf der sicheren Seite und fahren zur Casa.

Die Casa Roberto & Margarita heute gehört zur Kategorie ‚in Ordnung‘, sauber, alles da, was man braucht, aber nicht wirklich gemütlich oder nett eingerichtet. Macht gar nichts für eine Nacht.
Bisschen erfrischen, Abendessen (wie gehabt in der Casa) und dann ein bisschen rausschauen. Matanzas wirkt hier verbaut und zugeknöpft (die Häuser grenzen direkt an einen nur schmalen Bürgersteig, ohne Veranda oder ähnliches), aber der zentrale Platz soll schön sein und ist nicht weit. Den Verkehr hört man im Innenhof, trotzdem genießt mein Mann die Ruhe gegenüber den trubelig-vollen Ecken im Melia auf den Cayos. Das hier sind normale Geräusche, Alltag, kein Touri-Trubel.

Worauf wir uns zuhause freuen, Cayo Santa Maria – Sat Mar 19 10:00

Heute haben wir die letzte Etappe vor uns, in ein Örtchen unweit des Flughafens, also quasi Start der Heimreise. Wir haben aber genug Zeit, nochmal ein bis zwei Stündchen die Sonne zu genießen, zu duschen und packen, Zigarren für uns und einen Freund zu kaufen (Dank Einheitspreis kostets überall dasselbe, aber hier im Hotel können wir mit Kreditkarte zahlen und müssen weder zum Geldwechseln noch -abheben anstehen) und dann die 350 km anzugehen (das erste Stück Straße über Land (100 km) kennen wir schon als gut, und dann kommt viel, meist brauchbare Autopista. 4 1/2 Stunden müssten dafür reichen).

Wir freuen uns langsam auf zuhause, mein Schatz schon etwas länger als ich. Worauf so?

– Familie und Freunde
– Geringere Luftfeuchtigkeit, nicht quasi ständig verschwitzt sein
– Zuhause mit Miezies
– Wieder am Leben außerhalb Kubas teilnehmen. Was ist in den letzten knapp drei Wochen in der Welt passiert? Es gibt sie doch noch!?
– Gut aldente gekochte Pasta, leckeres Brot, geschmackvollen Käse
– Menschen, deren Begeisterung und Talent für etwas nicht durch einen Einheitslohn zermürbt wird
– Weniger Schlangestehen, bessere Planbarkeit
– Leichtere Informationsgewinnung
– Anständigen Kaffee, gute Schokolade (die Lindt-Box erwartet uns sicher)
– Den kurz vorm Urlaub bestellten Kratzbaum
– Besseres Wetter als bei der Abreise
– Keine knarzende, knallende, grummelnde oder tösende Klimaanlagen oder Kühlschränke (wir hatten ein paar abenteuerliche Geräuschkulissen)
– Sport. Mal wieder den Bewegungsapparat richtig benutzen und kräftig auspowern.

Meeehhr, Cayo Santa Maria – Fri Mar 18 17:00

Heute ähnlicher Tag wie gestern. Das Meer ist anhaltend traumhaft. Gegen Nachmittag gabs ein paar Wolken, erst Tupfer, dann dichter, aber an der Temperatur merkt man nichts, und das Pastell-Türkis-Tiefblau bleibt. Die gestrige Schattentaktik hat geholfen und geht heute auch wieder auf.
Die Salsastunde am Strand wird mit DJ Ötzi eingeleitet. Nach der Einleitung wird die Musik nett 😉 Wir tanzen nicht mit, der Fuß ist nicht besser geworden. Längere, gemeinsame Spaziergänge sind daher leider auch keine gute Idee.
Den Hundertjährigen habe ich beendet (sollte ich meinem schwedischen Herzensbruder empfehlen!) und mit Adams‘ Letzten ihrer Art angefangen. I like!

Besonderheiten unseres Urlaubsalltags = Normalitäten in Kuba:
– Ich habe beim dritten Anlauf und nach einer Dreiviertelstunde die richtige (und dann geöffnete) Stelle für Briefmarken erwischt, konnte welche kaufen und habe 14 Postkarten abgeschickt. Was ein Erfolg! Gespannt, ob und wann davon etwas ankommt. 😉 Viel drauf geschrieben habe ich wohlweislich nicht; die sind eh langsamer als wir.
– Der Versuch, über den Hotelansprechpartner von Havanatur unseren Flug (Sonntag, in zwei Tagen) zu bestätigen, war mühselig, weil er nicht zur angekündigten Zeit im Hotel war, sondern nur per Telefon erreichbar. Die Aussage, alles sei OK, ist verheißungsvoll, aber ich bin nicht sicher, ob man ihr trauen kann oder das eine freundliche Art war, die Frage zu beenden. Da uns wegen der zwei Wochen früheren Zeitumstellung auf Sommerzeit in Kuba eh nicht ganz final klar ist, ob unser Flug um 16:05 oder 17:05 geht (deutsche Bestätigung und lokale Informationen widersprechen sich), fahren wir zur Sicherheit am besten beim Flughafen vorbei; sind morgen nur ein paar Kilometer ’neben‘ unserem normalen Weg.

Gestern das Abendessen in dem karibischen Fisch-Restaurant war toll, alleine, weil nicht Horden von Menschen zwischen Tischen und Buffet hin und her stromerten. Viiiiel besser!
Merke: Früher an Spezialitäten-Restaurants denken, zumal wenn sie, wie hier, nur bei Rind, Hummer und besonderem Wein einen Aufpreis kosten. (Berlinerisch:) Da kann man nicht meckern.

Der Abend klang aus mit kubanischer Musik, Getränken, Churros.
An der Theke bestellt jemand Tomatensaft mit Bier. Er klingt wie ein Deutscher. Warum tut man das?!

Mehr Meer, Cayo Santa Maria – Thu Mar 17 18:00

Wieder einen Tag am Strand verbracht. Schön da. Karibik = hachz.
Die Taktik, um Viertel nach 8 Schattenplätze für uns zu suchen (ähem…), ging auf (juhu!) – allerdings mit Mühe. Ich möchte nicht wissen, wann man los muss, um wirklich einen Wunschplatz zu bekommen… Ts. Neben uns hatten wir Kanadier (Überraschung!) und tatsächlich mal Deutsche. Für die Kanadier ists ein 3 1/2 Stunden Flug in den einwöchigen Winterferien, und sie fliegen nur an den Strand. Kanadisches Mallorca oder Kanaren.

Bisschen geplanscht, erfrischt, gelesen. War windiger heute als gestern, im Schatten blieb es für kubanische Verhältnisse fast ‚frisch‘ 🙂
Für heute und morgen Abend haben wir uns in zwei der Spezialitäten-Restaurants angemeldet und werden so dem Buffet-Trubel entgehen. Wir genießen die Zeit hier, bekennen aber, Fans von kleineren, gerne Boutique-Hotels zu sein 😉

Postkarten hab ich heute erstanden, in dem Touristen-Bedarfs-„Pueblo“ um die Ecke.
Briefmarken gibts es direkt im Hotel, sagten die da. Schau ich Hotel. Ob ich die Karte nach USA getrennt abschicke? Nicht, dass sonst auch die europäischen abhanden kommen.

Wieder einen kleinen (Foto-)Bummel, zu den karibischen Buden und einer Hochzeit am Strand gemacht. Die Rumflaschen könnten für Werbung taugen, von der Hochzeit sinds nur Schnappschüsse.

Oh, für die letzte Nacht in Matanzas sind wir nochmal umgebucht worden, die neue Info steckte in einem Umschlag an der Zimmertür. Die neue Casa ist viel zentraler als die geplante; glaube, über diese Umbuchung sind wir nicht böse.

So schmeckt die Insel, Cayo Santa Maria – Wed Mar 16 21:30

(Gemeint ist die große)

Cuba Libre – Cola mit Rum, wenn vorhanden mit Limette. Geht zu jeder Gelegenheit. Gegen Durst.

Daiquirie – in Havanna zu sehr gehypt; nicht so lecker, wie er könnte, fand ich.

Mojito – gehört ohne Limette, sondern mit Zitronensprudel.

Pina Colada – weniger süß und unbedingt mit Zimt! Mit Milchpulver statt Sahne. Trinkt man hier auch ohne Rum. Für mich *der* Überraschungscocktail des Urlaubs!

Rum Punsch – Obstsaftmischung „des Hauses“ mit – natürlich – Rum.

Ron Collins – unsere Neuentdeckung! Dunkler Rum, Limette, Zucker, Limo – schön frisch!

Caipirina – der Klassiker gegen Durst.

Cubata – wie Cuba Libre, aber mit einem älteren, dunklen Rum. Mögen die Einheimischen lieber.

Sommer, Sonne, Sonnenschein, Cayo Santa Maria – Wed Mar 16 17:00

Sommer kann die Karibik! Heute den ganzen Tag am Strand verbracht, ein paar Mal geplanscht, bisschen gestärkt, gelesen (Den Hundertjährigen), aufs Meer mit bunten Segeln und ein paar Leuten geschaut, geträumt. Der Strand ist ruhiger als die Pools, voll auch, aber dennoch geräumiger und uns daher angenehmer. Und sowieso ist der Blick viiiiel toller!
Die Musik klingt erstaunlich europäisch. Nachdem es auf Kuba quasi überall und immer Musik gibt und ich mich an meine tägliche Dosis Buena Vista Social Club gewöhnt hatte, ist auch das fremd und untypisch.
Die Unsitte des Sonnenliegen-mit-Handtüchern-Reservierens beherrschen Kanadier blöderweise mindestens so, wie man es Deutschen nachsagt. Deswegen haben wir nur teil-/zeitweise beschattete Plätze bekommen. Morgen brauchen wir Ganztagsschatten – die Sonne hat Foffo, und außer Gesicht, Arme und Schultern ist unsere Haut das noch nicht gewöhnt.
Im Wasser gibts wenige, durchsichtige Quallen und ein paar erstaunlich große Fische. Vorher wunderte ich mich, warum manche Leute so ins vermeintlich leere Wasser starren.

Zum Frühstück heute früh im Buffett-Restaurant verteilten sich die Menschen etwas besser als am Abend, aber gemütlich geht anders.

Kuba reloaded, Cayo Santa Maria – Tue Mar 15 22:00

Das ist wirklich ein völlig anderes Kuba. Als wir gegen halb 4 – aus unserer Sicht: endlich – ins Zimmer konnten, waren wir ob der Warterei etwas durch. Das Zimmer ist wiiirklich schön. Helles, himmeliges Blau mit geschmackvollen, maritimen Verzierungen, groooßes Bett (mindestens Kingsize, vorher gabs eher Queensize), Möbel in hellem Holz, getrenntes Bad, Dusche, extra Raum für Koffer & Gepäck.
(Später haben wir festgestellt, dass wir wohl eine höhere Kategorie als den Standard gebucht haben; andere Zimmer sind deutlich kleiner.)

Am Pool waren die Handtücher aus (das ist wieder normales Kuba), sind wir halt ohne an den Strand und ins atlantische Karibik-Wasser. Sehr seicht, wundervolle Farben, badewannenwarm 🙂 Macht viel Spaß! Trinken muss man ja bei dem Wetter, und im Beer Garden haben wir ein erstes Kätzchen kennengelernt und von weiteren gehört (> Bungalow 53).

Abendessen dann im großen Buffett-Restaurant. Oh. Mein. Gott. Im schlimmen. Was ein radikaler Unterschied zu unseren beschaulichen Casa-Abenden der letzten zwei Wochen! Lärm, Trubel, Völlerei, mehr Lärm.
Das Essen an sich war in Ordnung, reichlich, abwechslungsreich, auch mit viel Fisch und Meeresfrüchten. Buffet halt, nicht alles super frisch auf den Punkt zubereitet, aber die Umstände waren völlige Reizüberflutung. Einen Teil konnten wir mit Leute belästern kompensieren, wozu es reichlich Unterhaltungspotential gibt, aber auf Dauer konnte man den Trubel nicht wegblenden. Nach dem Essen etwas seitlich des großen Trubels dann Cocktails genossen, dabei festgestellt: Alle Amerikaner hier sind Kanadier. Dazwischen ein bisschen andere Mundarten, auch Deutsch, aber (kanadisches) Englisch hat hier deutlich der Oberhand. An Benehmen und Aussprache würden für mich viele als US-Amerikaner durchgehen, aber sie sind nicht so voluminös, wie ich US-Festland-Amis in Erinnerung hab.

Oh, die Klimaanlage in unserem Zimmer bewegt Luft, aber entfeuchtet nicht wirklich. Wir verlegen uns auf die Taktik, wann immer wir im Zimmer sind zu lüften; das funktioniert besser.

Karibik ♥ Cayo Santa Maria – Tue Mar 15 14:00

Oh – mein – Gott! Was ist dieses Wasser himmlisch – schon beim Anschauen! Helles Türkisblau, fast noch mintig, das sich viel Zeit lässt, in tiefes Dunkelblau überzugehen. Der Strand ist auch toll, mit hellem, sauberen Sand, Liegen, Palmdächern zur Beschattung, dazu Duschen, Snack-Imbiss und Getränkebar mit wohl allem, was man trinken können mag. Vielleicht kein Kaffee. Ja, ich glaube, es gibt keinen Kaffee. Also: nicht am Strand.

Merke: beim nächsten Strandurlaub dieser Art unbedingt einen stabilen Thermobecher mitbringen, weil Glas an Strand/Pool nicht erlaubt ist und dünne (Einweg-) Plastikbecher nicht cool sind. Es muss ja kein Thermoeimer (3-4 l!) sein, wie ihn die vermutlichen Amis nutzen.

Cayo Santa Maria – Tue Mar 15 12:30

Wir sind in Disney Land. Die Anlage Melia Las Dunas ist schön, gepflegt, geräumig, geschmackvoll, sauber, luxuriös und im ersten Moment völlig unwirklich, weil so fremd zu dem Kuba der letzten knapp zwei Wochen.
All Inclusive gibts hier ohne Bändchen (nice!) und in üppiger Auswahl rund um die Uhr, sogar mit zwei Champagner-Cocktails. Cocktails müssen wir noch testen, aber sowas können die hier in Kuba normalerweise gut 🙂 Wir haben vier Nächte vor uns; vermutlich gibt es mehr Auswahl als Zeit 😉

Unser Zimmer ist noch nicht fertig, wir schlendern über die Anlage, orientieren und stärken uns mit Bier, Wasser und Pizza (keine Haute Cuisine, aber schmackhaft und gut!).
Bisher noch kein Deutsch um uns gehört, viel (amerikanisches) Englisch, gefolgt von Französisch.

Bei der Abreise aus Santa Clara haben wir bei dem Kinder-Che gestoppt. Schöne Statur mit vielen, netten Details.
Der letzte Teil des Hinwegs war speziell: über einen 50 km langen, aufgeschütteten Damm mit einigen Brücken durchs Meer (Atlantik, sieht aber sehr karibisch aus). Das Meer ist seicht, viele Mangroven, bis es sich zu den Cayos hin verdichtet.
Am späten Vormittag waren auf der Straße hauptsächlich LKWs, wenige Busse und noch weniger PKWs darauf unterwegs.

Mehr Che und Dinner, Santa Clara – Tue Mar 15 09:00

Später am Nachmittag haben wir zu Fuß das Zugüberfalldenkmal besucht, 400 m entfernt. Che wird hier viel gefeiert (der Kinder-Che fehlt uns noch), aber ohne mächtigen Pathos, irgendwie eher beiläufig.

Dinner dann in der Casa, Schwein und Gambas, und wieder wurden wir sehr gut bekocht. Außer uns ist gerade eine Vierer-Gruppe Freunde aus Marburg hier, die gerade aus Havanna kommen. Wir plaudern über Havanna, Kubas Armut, Zigarren und Rum, Reiseziele hier auf der Insel, Reiseart. Wir schicken sie in Vinales in die Finca.

Die Nacht war… von unserer sehr eigenwilligen Klimaanlage aufgelockert, die sich regelmäßig bemerkbar machte und nicht ausschalten ließ. Hm.

Nach dem feinen Frühstück mit Röschenporzellan und Katinengeschirr gehts weiter, auf die Cayos Santa Maria. Wir sind seeehr gespannt auf das einzige Hotel unserer Reise und die dortige All Inclusive-Verpflegung.